Tipps zum Zeichnen einer Rose

Tipps zum Zeichnen einer Rose

Rosen können in ihrer Form recht einschüchternd sein, aber dieser Artikel erklärt den Zeichenvorgang einfach, verständlich und bietet zahlreiche Tipps.

 

Rosenblüten sind in prunkvollen Szenen oft unverzichtbar. Man denke da nur an Dekorationen, Hochzeiten und andere festliche Hintergründe. Blumen mit so viel Schönheit laden einfach zum Zeichnen ein. Vielen Zeichnern fallen Rosen jedoch recht schwer. Wenn du auch dazu gehörst, dann bist du hier genau richtig. Die wichtigsten Punkte sind in diesem Artikel zusammengefasst!

 

Die Rose ist auch ein wichtiges Element in Märchen und Sagen. Im Kontrast zu ihrem schönen Erscheinungsbild, wird sie auch als Gefahr für Personen angesehen, die sie berühren.

Bei Rosen, die für Blumensträuße und dergleichen verwendet werden, mag manch ein Florist die Dornen zwar abschneiden, aber eigentlich sind die Dornen etwas ganz Natürliches.

 

Ich möchte hier auch auf Teile wie Dornen und Blätter aufmerksam machen, die die Blume eben noch „rosiger“ macht.

 

1. Aufbau einer Rose

 

Selbst wenn man schöne Blüten zeichnen kann, hängt es manchmal beim Stiel, den Blütenzweigen oder der Form der Blätter.

Daher schauen wir uns zunächst die Teile der Rose genauer an.

 

[Beispielbild (zusammengestellt und vereinfacht)]

 

 

2.Eine Rose zeichnen

 

Nachdem ich die einzelnen Elemente einer Rose verinnerlicht habe, beginne ich mit dem Zeichnen der Blütenblätter.

Ich werde sie aus zwei Blickwinkeln zeichnen, einmal aus einer etwas geneigten Seitenansicht und einmal von oben.

Ich habe die Rose wie folgt eingeteilt: Der Einfachheit halber stelle dir die Form immer wie einen Becher vor.

 

A Innenseite B Mitte C Außenseite

 

 

Entwurf zum Erfassen der Form einer Rose

 

Du brauchst nur drei Teile zu kombinieren, um eine Rose einfach darzustellen.

Jetzt zeichne ich erstmal einen Entwurf, der die Rose von vorne zeigt.

 

Rosen von vorne zeichnen

 

 

1. Ich zeichne einen Kreis, der den mittleren Teil der Rose darstellt. Das Innere davon teile ich in drei Teile auf.
Eine Linie sollte kurz sein und die andere lang, als ob man ein Tuch faltet. Es sieht aus wie ein „Y“.

 

 

2. Als Nächstes zeichne ich über den Kreis ein Herz. Das heißt, ich teile das Herz in zwei Hälften und ordne sie versetzt voneinander an. Durch solch ein abwechselndes Zeichnen kannst du die Überlappung von Blütenblättern ausdrücken.
Teil A habe ich mit dem Hinzufügen einer verjüngenden Form nach unten, wie ein Weinglas, abgeschlossen.

 

 

3. Nun füge ich geknickte Linien, wie der untere Teil eines Herzens, hinzu, die die Knospe umgeben. Achte hier darauf, sie zu versetzen, damit sich der Startpunkt von einem Blütenblatt nicht mit dem Endpunkt eines anderen überschneidet.

 

 

4. Als nächstes zeichne ich an den wie ein Herz aussehenden Blütenblättern Ränder. Das Hinzufügen eines Randes ermöglicht, die Dicke, Weichheit und Brillanz der Blütenblätter auszudrücken.
Genauso wie bei A schließe ich auch den Bereich B mit dem Hinzufügen einer verjüngenden Form nach unten, wie ein Weinglas, ab.

 

 

5. Damit sind die topfförmigen Teile von A und B fertig. Als nächstes widmen wir uns den äußeren Blütenblättern.
Ich zeichne hier dynamischere Blütenblätter als bei B. Diesmal werden es dreieckige oder quadratische Formen. Wir erhöhen die Blattanzahl, indem wir, genauso wie bisher, eine gute Balance im Auge haben, so dass sich Start- und Endpunkt von Linien nicht überlappen.

Die äußersten Blütenblätter brauchen etwas mehr Platz, damit die Rose in ihrer vollen Schönheit erblühen kann.

 

 

Damit hätten wir die Skizze der Vorderansicht einer Rose abgeschlossen.

 

 

Diagonale Zeichnung einer Rose

 

 

1. Ich zeichne eine Ellipse und eine Mittellinie in dem gewünschten Winkel.

 

 

2. In die Ellipse zeichne ich ein Herz hinein. Das heißt, ich teile das Herz in zwei Hälften und ordne sie versetzt voneinander an. Durch solch ein abwechselndes Zeichnen kannst du die Überlappung von Blütenblättern ausdrücken. Die Ellipse sollte so gut gefüllt sein.
Damit ist Teil A fertig!

 

 

3. Um die Ellipse herum kommen drei große Herzhälften. Achte hier darauf, sie zu versetzen, damit sich der Startpunkt von einem Blütenblatt nicht mit dem Endpunkt eines anderen überschneidet.

 

 

4. Auch hier darf der Rand nicht fehlen. Das Hinzufügen eines Randes ermöglicht, die Dicke, Weichheit und Brillanz der Blütenblätter auszudrücken.

 

 

So haben wir schon Teil B!

 

5. Als nächstes werde ich äußere Blütenblätter hinzufügen.

 

Ich zeichne größere Blütenblätter als bei B. Diese sollen Teile A und B umwickeln, was einen dreidimensionalen Effekt hervorruft.

 

Wir erhöhen die Blattanzahl, indem wir, genauso wie bisher, eine gute Balance im Auge haben, so dass sich Start- und Endpunkt von Linien nicht überlappen.

Die äußersten Blütenblätter brauchen etwas mehr Platz, damit die Rose in ihrer vollen Schönheit erblühen kann.

 

 

Damit hätten wir die Skizze der Seitenansicht einer Rose abgeschlossen.

 

 

Frage: Sind Rosenblätter spitz?

Abhängig von der Rosensorte gibt es welche mit spitzen und welche mit runden Blütenblättern.

Dünne und weiche Blütenblätter kringeln sich immer mehr, je länger sie blühen. In Illustrationen, in denen viel Zeit vergangen ist oder eine traurige, dunkle Stimmung herrscht, werden spitze, gekringelte Blütenblätter dargestellt, während bei glücklichen Szenen wie Hochzeiten runde Blütenblätter ausgewählt werden. Dies sollte man bei der Wahl der Atmosphäre mit berücksichtigen.

 

 

Reinzeichnung

 

Mit dem Wissen, dass Rosenblätter sich gegenseitig umhüllen, können wir uns nun an die Reinzeichnung setzen.

Um das Verhalten, aus der Mitte heraus zu erblühen, beizubehalten, beginnen wir von innen zu zeichnen.

 

Tipps für die Reinzeichnung

 

Die Dynamik bei der Reinzeichnung ist besonders wichtig, um die Blütenblätter weich darzustellen. Die Blütenblätter von Teil A zeichne ich in dünnen Linien, um ein feines und zartes Aussehen auszudrücken.

 

 

Die Blütenblätter von Teil B sollen eine zarte und dennoch energische Vorstellung hervorrufen.

Die obere Kurve der tropfenförmigen Linie und der Ursprungsbereich sind stark, die sich verjüngende Linie ist schwach ausgeprägt, um die Rose lieblich aussehen zu lassen.

 

 

Die Blütenblätter von Teil C wirken wie ein Mantel, der A und B sanft umschließt. Dafür brauchen wir viel Platz! Lass‘ uns dabei die Linie der aufgerollten und spitzen Blütenblätter so gerade wie möglich ausrichten. Die Geradlinigkeit unterscheidet sich je nach Stärke der Wicklung und Frische, ist aber nicht so akkurat wie bei der Verwendung eines Lineals.

 

 

Feinschliff der Reinzeichnung

 

Nun brauchen wir eine weiche Linienzeichnung. Momentan ist die Zeichnung noch nicht sehr ausgereift. Deswegen kommen jetzt ein paar Details hinzu.

 

Die gekringelten, spitzen Blütenblätter links und rechts erhöhen sich nach außen hin, zur Mitte hin flachen sie allerdings ab. Mit dieser Zeichenmethode erreichen wir einen mehr dreidimensionalen Effekt.

 

 

Anschließend füge ich dickere Linien ein, in denen sich die Linien überlappen, um sie noch dreidimensionaler zu gestalten. Besonders wenn Sie hinter der Tropfenform eine schwarze Füllung setzen, unterstützt das die Formgebung.

 

 

* Beim Einbeziehen von Farbe sollte man von den schwarzen Füllungen allerdings eher absehen.

 

Damit hätten wir die Reinzeichnung geschafft. Probiere am besten eine Kombination aus Blütenblättern mit verschiedenen Winkeln aus, um deine Lieblingsrose zu finden.

 

Rosen kolorieren

 

Sobald die Strichzeichnung abgeschlossen ist, kann es mit der Farbe losgehen.

1. Lass‘ uns dafür zuerst die Lichtquelle (Richtung, aus der das Licht kommt) bestimmen. Hier kommt das Licht von links oben.

 

 

2. Ich trage die Grundierung auf. Wenn man sich hier eine Farbe aussucht, die relativ hell ist, werden auch die Schatten schwach ausfallen. Verwenden Sie [Pinsel] Tool > [Dicke Farbe] > [Gouache] zu Malen.

 

 

3. Ich setze mit dem [G-Pen] des [Pen] Tools dort Akzente, wo ich den Schatten einfügen möchte. Dafür wähle ich eine Farbe, die dunkler als die Grundierungsfarbe ist.
Die Rückseite der Tropfenform, an die das Licht nur schwer herankommt, weil sie vertieft liegt, und der Bereich direkt unter einem Blütenblatt von der Vorderseite werden dunkler.

 

 

4. Die mit dem [G-Pen] hinzugefügte Farbe der Schatten verwische ich mit dem [Gouache] Sub-Tool.

 

 

5. Auf die gleiche Weise kann ich so auch gut beleuchtete Bereiche hervorheben.

 

 

6. Stiel und Kelchblätter male ich auf die gleiche Weise aus und stimme sie aufeinander ab. Dann zeichne ich noch Linien entlang der Fasern in Blütenblätter und Blätter, um einen realistischen Eindruck zu erzeugen.

 

7. Fertig!
Die Koloration der Rose ist abgeschlossen. Rosen haben eine komplizierte Überlappung der Blütenblätter. Achte daher beim Malen auf die Schattenbereiche.

 

 

3. Vereinfachte Darstellung einer Rose

 

In anderen Fällen bietet es sich an, ein vereinfachtes Design des komplizierten Aufbaus einer Rose zu kreieren. Hier werden wir zwei Varianten zeichnen.

 

Dreiecksform

 

Als erstes zeichne ich ein dreieckiges Muster.
1. Ich zeichne zwei Dreiecke, die den mittleren Bereich einer Rose entsprechen. Sie umgeben drei Dreiecke. Das ist unsere Grundform.

 

 

2. Reihenweise vergrößere ich den Bereich darum. Man kann sich das so vorstellen, dass ich zwischen den Dreiecken in der vorherigen Reihe jeweils eine Brücke ziehe und dann einen Berg male.

 

 

3. Wenn der dreieckige Berg größer wird, wird so auch Blütenblattfläche größer.

 

 

4. Ich mache das so lange, bis ich mit der maximalen Größe zufrieden bin.
Wenn Sie Blätter und Rankengewächs darum zeichnen, wirkt es rosiger. Ein echtes Blatt ist gezackt, aber wenn du es vereinfacht zeichnest, kannst du das weglassen.

 

 

Weiche Form

 

Die zweite Version wird eine weiche Zeichnung von Blütenblättern.

1. Ich zeichne eine Ellipse, um die Mitte zu bestimmen. Man könnte zwar auch einen Kreis zeichnen, der in drei Teile unterteilt ist, aber hier bietet sich eine vereinfachte Form einfach besser an.

 

 

2. Direkt um die Mitte herum zeichne ich weiche Blütenblätter. Blütenblätter in ungeraden Zahlen wie Drei oder Fünf sind recht natürlich für Rosen.

 

 

3. Darum kommen zum Abschluss einfache Blätter.

 

 

So haben wir eine einfache Rosenform. Versuche doch auch einmal ein kleines Design zu erstellen und eine Rose selbst zu zeichnen. Du kannst auch verschiedene Formen kombinieren, wie z. B. eine vereinfachte Form in eine realistischere Zeichnung umwandeln.

 

 

Schlusswort

Ich hoffe, der Artikel hat dir weitergeholfen. Obwohl es sich um eine komplizierte Blumenform handelt, lässt sich eine Rose unter Berücksichtigung ihrer einzelnen Teile leichter zeichnen. Hier haben wir nur eine Rosenart behandelt. Die Anzahl und Form von Blütenblättern variiert je nach Typ. Probiere viele aus, um deine Lieblingsrose zu finden!

 

 

TIPP:

Wenn du mit CLIP STUDIO PAINT zeichnest, stehen dir unzählige Blumen-Pinel zur Verfügung!