Hinter den Kulissen mit Concept Artist Miroslav Petrov

Miroslav Petrov

Concept Artist und Illustrator Miroslav Petrov spricht mit uns über seine Arbeit als Concept Artist, was ihn inspiriert und über die häufigsten Anfängerfehler.

 

 

Falls du es noch nicht gehört haben solltest – mit ArtStation Pro kannst du deine Webseite jetzt noch individueller gestalten! Nachdem so viele Stimmen laut wurden, die sich eine Kombination aus den vorhandenen Webseitendesigns und dem neuen „Mosaik“-Design für Projekte gewünscht haben, ist es jetzt endlich soweit!  Unser dieswöchiges Portfolio-Interview ist mit Miroslav Petrov!

https://www.artstation.com/soulsurvivor

 

Hier geht’s zu Miroslavs Portfolio-Seite auf ArtStation:

https://soulsurvivor.artstation.com/

 

 

Miroslav ist ein vielseitiger Künstler, der schon in jungen Jahren vielversprechendes Talent bewiesen hat. Inspiriert von seiner Liebe zu Videospielen, begann er 2006 als Game Artist für MastHead Studios zu arbeiten, machte sich dann aber selbstständig, um in verschiedenartigen kreativen Genres arbeiten zu können. Derzeit arbeitet er als freischaffender Concept Artist und Illustrator in Sofia, Bulgarien.

 

In diesem Interview gibt er uns aufschlussreiche Tipps aus seiner langjährigen Erfahrung!

 

 

 

Was ist der beste Ratschlag, den Sie jemals bekommen haben?

In all den Jahren meiner Entwicklung erhielt ich viele sehr gute und hilfreiche Ratschläge, und einige davon haben meine zeichnerischen Fähigkeiten wirklich positiv beeinflusst. Ich würde nicht sagen, dass es jetzt den einen Rat gab, der meine ganze Welt auf den Kopf gestellt hat. Aber ich hatte die Gelegenheit, mit einigen der Besten aus der Branche zu sprechen, was mich definitiv auf den richtigen Weg geführt hat.

 

Einer dieser Künstler war der legendäre Stephan Martinière, den ich 2010 auf dem Kunstfestival „Behind the Iron Curtain“ kennengelernt habe.

http://www.martiniere.com/

 

Was er mir sagte, war, dass ich mich auf bestimmte Dinge konzentrieren soll und in einer Sache erstmal richtig gut werden muss, bis ich wirklich gute Kenntnisse habe, bevor ich mit anderen Genres weitermache. Denn wie man schon an meinem Portfolio merkt, mache ich zwar hauptsächlich Charakterdesigns, aber ich erstelle auch andere Arten von Kunst.

 

 

 

Welche Orte inspirieren Sie am meisten?

Ich habe keinen spezifischen Ort, den ich nennen könnte, aber die Natur ist immer eine große Inspiration und hat außerdem Einfluss auf die Stimmung des Künstlers, auch wenn das jetzt klischeehaft kling. Ich würde sagen, dass der Wald bisher mein größter Favorit ist.

Es ist toll um die ganze Welt zu reisen, weil man überall neue Eindrücke sammelt und von den kleinen bis zu den großen Dingen, die einen umgeben, alles beobachten und davon lernen kann. Für eine Weile dem Alltag zu entfliehen und meine Batterien aufzuladen, ist eins der Dinge, die ich am liebsten tue. Wenn ich dann nach Hause komme, ist mein Geist klar und frisch für neue Ideen. Visuell haben diese Ideen dann zwar nichts mit den Orten zu tun, die ich bereist habe, aber sie halten mich frisch und lebendig.

 

 

 

Was sind die wichtigsten Fähigkeiten, die Sie in Ihrem Portfolio unter Beweis stellen?

Dazu habe ich zwei verschiedene Ansichten.

 

Professionell:  Ich glaube, ich kann mich sehr gut an verschiedene Stile anpassen und viele Aufgaben, die außerhalb meiner Komfortzone liegen, einfach bewältigen, ohne das Gefühl zu haben, dass es ein Problem ist. Natürlich gibt es eine Grenze und ich will nicht alles machen, weil mir nicht alles gefällt, aber ich würde sagen, ich kann sehr gut Anforderungen erfüllen.

 

Persönlich:  Ich versuche für meine Arbeit immer neue Methoden und Ideen zu finden, durch die ich, so gut es geht, meinen eigenen Stil entwickeln kann. Das hört sich zwar wie ein Widerspruch zu dem davor an, aber bei meinen persönlichen Arbeiten versuche ich, meine eigenen Interessen zu verfolgen.

 

 

 

Was ist einer der häufigsten Anfängerfehler und was ist Ihre Lösung dafür?

Was ich oft sehe und was ich wirklich nicht mag, ist, wie Leute andere Künstler auf schlechte Weise kopieren und ganz vergessen, etwas Echtes zu erschaffen und ihren eigenen Stil zu entwickeln. Einige junge Künstler versuchen, jemand anderes zu sein, und machen irgendwelchen berühmten Künstler nach, indem sie dieselben Pinsel oder ähnliches benutzen, womit sie aber nur ihre eigene Identität abtöten. Auch ich habe damals den gleichen Fehler begangen. Das sieht man sogar oft in persönlichen Portfolios, was traurig ist. Ich stimme zu, dass wenn du für ein bestimmtes Studio mit klar definiertem Stil arbeiten willst, ein paar Werke erstellen solltest, die zeigen, dass du ihren Stil umsetzen kannst. Vergiss aber niemals, dass du in gewisser Weise in dem, was du tust, ein Gott bist!

Töte nicht die Kreativität in dir und versuch dich so viel möglich von der Masse abzuheben. Sei einzigartig!

 

Ich vertrete außerdem die allgemeine Meinung, dass man mit den Basics anfangen sollte und eine Zeit lang wirklich richtig zeichnen sollte, bis man gut genug ist, um das zu tun, was man selbst will. Es ist verstörend, wie viele Leute, die nicht zeichnen können, mit „Photo bashing“ (das Übereinanderschichten und Verblenden von Fotos in einer Komposition) anfangen, bevor sie lernen, wie man richtig zeichnet. Ich habe kein Problem mit dem Verwenden von Fotos, aber man muss wissen, was man tut.

 

Zuerst solltest du dich einfach nur hinsetzen und zeichnen!

 

 

 

Weitere Werke von Miroslav findest du auf seiner ArtStation Pro-Webseite:

https://soulsurvivor.artstation.com/

Mehr Informationen über die Portfolio-Webseiten von ArtStation Pro findest du hier:

https://artstation.com/pro

 

■ Über die Autorin Sierra Mon

Sierra ist der Herausgeber des ArtStation Magazines.

https://magazine.artstation.com/author/sierramon/