So zeichnest du einen Hund
Hunde wirken durch Mimik und Emotionen fast menschlich. Male das Gesicht und den Körper des treuen Begleiters mit einfachen Formen.
Inhaltsverzeichnis
Hier werden wir den süßen Golden Retriever als Beispiel malen.
Der Golden Retriever ist aufgrund seiner Größe und seines sanften Charakters eine sehr beliebte Hunderasse.
Seine Besonderheiten sind sanftmütige Augen, niedliche Hängeohren und langes Fell.

Kreise kombinieren
Bevor ich mich in die detaillierten Merkmale eines Hundes stürze, zeichne ich eine Skizze, die das Ganze erst einmal vereinfacht.
Skizzen helfen, Formen wie Konturen, Gesichtsausrichtungen und dreidimensionale Strukturen sowie Kontraste in Helligkeit und Farben zu verstehen. Es gibt verschiedene Ansätze. Heute zeichnen wir zuerst ein Motiv mit einer Kombination aus Kreisen.
Das Ersetzen einer Form durch einen Kreis ist die einfachste Methode. Sie kann unabhängig vom Thema oder vom Kunststil verwendet werden.
1. Mit dem Rumpf beginnen
Lasst uns nun den Körper des Hundes zeichnen. Dabei wird der Bereich der Rippen und des Beckens durch zwei Kreise dargestellt.
Da der Golden Retriever kräftig ist, zeichne ich das Volumen des Kreises, der den Brustkorb (entspricht dem Oberkörper eines Menschen) darstellt, größer als das des Beckens (entspricht dem Unterkörper eines Menschen).
Dann zeichne ich eine Linie, die die beiden Kreise verbindet, und benutze sie als Grundlage für den Torso.
Bei Jagdhunden kannst du ihre Agilität ausdrücken, indem du dir die Mulde im Magenbereich zunutze machst.
Die Illustration wirkt noch lebendiger, wenn du den Hund in Aktion zeichnest.
Wenn du verschiedene Posen eines Hundes zeichnen möchtest, wie den Stand, das Sitzen, das Gehen und die Drehung, kannst du das durch die Positionierung der Kreise und ihrer Verbindung ausdrücken.
Probiere doch einfach verschiedene Posen aus!

2. Beine zeichnen
Zeichne vier Ellipsen, die die Pfoten des Hundes darstellen. Diese Ellipsen können ebenfalls verschiedene Posen einnehmen.
Ich denke über den Winkel nach und male dort, wo die Pfote den Boden trifft, einen Kreis. Diesen verbinde ich dann mit dem Körper des Hundes.
Bei den meisten vierbeinigen Säugetieren, einschließlich der Hunde, entsprechen die Zehenknochen denen des Menschen. Deshalb sind die Handgelenke, die Ellbogen und die Schultergelenke mit dem Oberkörper verbunden. Aber an dieser Stelle brauchst du nicht auf das Skelett zu achten, sondern verbinde die einzelnen Bereiche einfach und unbefangen miteinander.
Bei langhaarigen Tieren wie dem Golden Retriever sowie bei Tieren mit schlaffer Haut können die Beingelenke darunter verborgen sein. Das Haar und die Muskeln bewegen sich mit den Knochen, wodurch eine große, in sich zusammenhängende Form entsteht. Verglichen mit einem Menschen ist das wie das Tragen bequemer Kleidung.
Mittels berechneter, naturgetreuer Skelette wirken solche gezeichneten Bilder überzeugender, aber man kann auch gute Ergebnisse erzielen, indem man die Gestalt genau betrachtet.

Tipp
Beim Zeichnen der Sitzhaltung eines Hundes werden die Hinterbeine ebenfalls als Kreis dargestellt.

3. Kopf zeichnen
Ich zeichne zunächst einen Kreis für den Hundekopf, der später zum Schädel wird. Die Schädel von Jagdhunden wie dem Golden Retriever werden sowohl hinten als auch vorne länger. Zeichne nach dem Verbinden von Rumpf und Kopf eine Ellipse, die den Kiefer bildet.
Mit dem Ändern der Nasen- und Mundlänge kannst du verschiedene Hunderassen und Altersgruppen darstellen. Wenn du die Richtung des Kinns festlegst und dabei den Blick des Hundes berücksichtigst, hast du viele Möglichkeiten.

Damit habe ich eine Vorlage eines Hundekörpers allein aus Kreisen erstellt.

Mermale mit einfachen Formen hinzufügen
Jetzt zeichnen wir einzelne Merkmale des Hundes hinzu. Selbst kleine Bereiche, die kompliziert aussehen, lassen sich mit einer Kombination aus einfachen Formen und Linien grob erfassen. Lass uns jedes Merkmal in einzelne Silhouetten aufteilen, während wir uns das Aussehen bewusst machen.
Kopf und Gesichtsteile
Ich fange zuerst mit dem Zeichnen der Kieferteile der Schnauze an. Dafür zeichne ich eine grobe Kastenform als Ober- und Unterkiefer und füge eine Linie hinzu, die beide Teile voneinander trennt.
Die Haut des Mundes des Golden Retrievers hängt herunter und sein angehobenes Maul sieht aus, als ob er lacht.
Seine sofort erschlaffenden Mundwinkel sind ebenfalls ein Markenzeichen für ihn, weshalb man sie beim Zeichnen des Gesichts unbedingt einbringen sollte.
Von der Seite betrachtet wird das Maul eines Hundes so gezeichnet, als ob ein großes Quadrat durch eine S-Form in Ober- und Unterkiefer unterteilt würde.

Wenn du das Maul von vorne zeichnest, male eine sanfte W-förmige Linie. Zeichne in der Mitte eine weitere Linie, die bis zur Nase reicht. Pass auf, dass die Mundwinkel leicht nach außen gebogen sind.

Beachte beim Malen der Augen des Golden Retrievers, dass sie leicht hängen und sanft zu lächeln scheinen.
Ich male sie mit einem Dreieck und senke es etwas.

Die Ohren beginnen am Hinterkopf und beugen sich nach vorne. Ich stelle die herabhängende Oberfläche als Dreieck oder Quadrat dar und bedecke damit die Seiten seines Gesichts.

Nun haben wir das Gesicht eines Hundes mit seinen einfachen Formen gezeichnet.
Körperteile
Widmen wir uns jetzt dem Malen der Körperteile. Der Hals- und Brustbereich des Golden Retrievers ist mit Haaren bedeckt und flauschig. Dieses Wissen setze ich in meine Zeichnung um, so dass in die Silhouette des Hundes später die Haare übertragen werden können. Das Haar um den Hals sieht aus wie eine Serviette.
Pass die Länge und Menge des Hundehaares an, je nachdem, wie viel Fell du zeichnen willst.

Zeichne den Schwanz so, dass er vom Hinterteil des Hundes herab hängt. Je nach Hunderasse können Länge und Volumen variieren. Der Golden Retriever hat einen buschigen Schwanz, daher ist es am besten, mit dem Volumen beim Malen nicht zu sparen. Das Bild wird lebendig, wenn du den Hundeschwanz an die Pose und Bewegung anpasst.

Nachdem ich alle Teile des ganzen Körpers gezeichnet habe, male ich die Linien und Ecken einfach rund.
Für eine lebendige Silhouette sollten die Linien sehr dynamisch wirken.

Du kannst verschiedene Hunderassen und Altersgruppen zeichnen, indem du einfach die Form- und Größenbalance veränderst. Probiere verschiedene Dinge aus.

Eigenschaften des Hundes für den Feinschliff einbringen
Ich zeichne in meiner Hundeillustration mit groben Formen detaillierte Merkmale, die sich schnell erkennen lassen. Aber achte hier bitte auch darauf, nicht jedes Haar einzeln zu zeichnen, sondern nur die minimal erforderlichen Teile, um die Form und den Ausdruck zu vermitteln.
Lass uns abschließend über die Bereiche nachdenken, die wir besonders hervorheben möchten.
Gesicht
Die Lippen, die an den Mundspitzen und Mundwinkeln hervorstechen, sind oft schwarz.
Wenn das Maul offen ist, kommen die Lippen um den Unterkiefer herum zum Vorschein.

Wenn der Hund die Zunge herausstreckt, bedeckt sie die Vorderzähne des Unterkiefers. Dabei kann man, von der Seite aus betrachtet, die Eckzähne sehen; das sorgt beim Zeichnen auch für einen dreidimensionalen Effekt.

Die Nasenlöcher haben die Form eines Kommas.

Beine
Besonderheiten finden wir auch an den Hundebeinen. Die Bereiche, die beim Menschen den Ellbogen und das Knie berühren, liegen beim Hund in der Nähe des Rumpfes.

Beim Zeichnen der Hundepfoten ist wichtig, dass der Hund auf den Zehen steht, fast wie ein Mensch.

- Zehen
- Fersen
Fell
Das Gesicht des Golden Retrievers zeichnet sich dadurch aus, dass es im Vergleich zum Körper mit kurzen und borstigen Haaren bedeckt ist.
In häufig bewegten Bereichen fallen mit den Falten die Haare auf. Wenn du also Linien für Augenbrauen, Nasenmuskeln oder um den Mund herum zeichnest, bereichert das den Gesichtsausdruck.

Langes Körperhaar hängt je nach Schwerkraft nach unten und kann je nach Pose die Bewegung simulieren.
Ich stelle mir die versteckten Unregelmäßigkeiten des Hundekörpers vor und denke über dessen Haaransatz und Wuchsrichtung nach.
Beim Golden Retriever gibt es flauschige Haare um den Hals, unter dem Bauch und an den Beinen. Ich füge die Bewegungsrichtung als Linie hinzu.

Interessant ist auch, dass das Aussehen langhaariger Hunde durch Haare und Beschnitt verändert werden kann. Es ist einfacher, charakteristische Merkmale des Hundes zu zeichnen, wenn du die Bereiche berücksichtigst, in denen das Haar locker ist, und die Bereiche, in denen es der Körperlinie folgt.
Punkte, auf die du achten solltest!
Ich denke, es gibt viele Möglichkeiten, Hunde zu zeichnen. Das Zeichnen von Details wie leicht glasigen Augen, nasser Nase, Lippen und Zunge wird ein hundeartiger Ausdruck noch verstärkt. Auch wenn du dem Hundefell Highlights und Glanz hinzufügst, wirkt die Hundeillustration noch natürlicher.

Ich hoffe, der Artikel war hilfreich! Hier habe ich zwar gezeigt, wie man einen Golden Retriever zeichnet, aber dieser Ansatz kann auch auf andere Hunderassen sowie auf andere vierbeinige Tiere angewandt werden.
Wenn du ein schönes Motiv gefunden hast, verwende es bitte.









